Symbolbild
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Samariterverein Uster
 

Wir sind seit Sonntagnacht zurück. Leider habe ich erst jetzt Zeit gefunden, das Tagebuch weiterzuschreiben. Eigentlich wollte ich möglichst jeden Abend einen Eintrag machen, aber wir hatten nicht allzuviel Zeit und im Hotel hatte es keinen Internetanschluss. So blieb es bei 2 Einträgen während der ganzen Zeit. Nun erfahrt ihr auch noch den Rest.
Viel Spass beim Lesen!


Mittwoch, 14. Juni 2006
07.00 Uhr: Abfahrt in Uster
13.30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen in Fidenza
18.00 Uhr: Zimmerbezug und Nachtessen im Hotel degli Ulivi in Siena

Wir sind nach einer lange Reise um ca. 20 Uhr in Siena angekommen.
Das Hotel war suuuper (4 stelle), das Essen typisch italienisch.
Die meisten fielen abends müde ins Bett.

Donnerstag, 15. Juni 2006
09-11 Uhr: Führung durch Siena
11-12 Uhr: Freier Aufenthalt in Siena
12 Uhr: Abfahrt in Siena
13-14 Uhr: Weinkellerbesuch mit Degustation in Montevarchi-Assisi
17 Uhr: Weiterreise nach Assisi und Zimmerbezug im Hotel Cenacolo Francescano in Santa Maria degli Angeli

Nach einer relativ frühen Tagwache gings um 9 Uhr bereits in die Altstadt (Centro storico) von Siena. Eine kompetente Führerin zeigte uns Siena. Leider war der Aufenthalt in Siena relativ kurz. Die Stadt ist aber sehr sehenswert.
Auf der Fahrt nach Assisi machten wir einen Halt in einem Weingut im Gebiet Chianti. Ein Deutschweizer erklärte uns ausführlich, wie man Wein herstellt und auch die Degustation durfte nicht fehlen.
Kurz vor Assisi gabs das obligate Gelato am Lago trasimeno und nach einer kurzen Fahrt erreichten wir Santa Maria degli angeli wo die Supporter in einem Hotel untergebracht wurden.
Das Hotel ist, so glaube ich zumindest, ein umgebautes Kloster. Der Standart kann nicht mit dem vorhergehenden mithalten.
Am Abend assen wir das erste Mal auf dem Festgelände und sahen so andere Teams und Supporter.
Das Team wurde dann von uns getrennt, es schläft in Assisi.

Freitag, 16. Juni 2006
Frühstück im Festgelände
Besuch in einer Firma in Perugia (nur für Team)
Nachmittag: Opening Ceremony
Abends: Welcome dinner

Morgens um 9 fuhr uns unser Car nach Assisi, wo wir unsere freie Zeit mit Besichtigen von Kirchen und Kaufen von Souvenirs verbrachten.
Nun kurz vor 17 Uhr fand ich den Internetpoint. Bald sollen nun die Eroeffnungsfeierlichkeiten stattfinden. Wir beginnen mit einer Parade in Assisi. Anschliessend geht es, nach unseren Informationen, im Festgelaende weiter. Doch dazu mehr.
Ich probiere morgen nochmals einen Bericht zu schreiben. Der Wettkampf beginnt um 8 Uhr. Bitte Daumen druecken.
Bis bald Rebekka

Der Umzug führte durch halb Assisi und endete statt wie geplant auf der Piazza del commune in einer Halle. Es gab Ansprachen von diversen Herren, dann wurde jedes Team vorgestellt und von seinen Fans begrüsst. Die Spanier habe auch eine sehr starke Fangruppe.
Das Essen gabs dann im Festgelaende und das Team und auch die Supporter fielen bald müde ins Bett.


Aber bevor das Team schlafen ging, hat es noch den folgenden Bericht geschrieben:
Um 7.30 Uhr begann unser Tag mit einem Frühstück. Schlange stehen war angesagt und wir konnten einige andere Teams begutachten. Anschliessend gingen wir zur Busstation, wo wir verzweifelt auf Peter Bünter warteten. Nach vielen Telefonaten (diese Telefonrechnung ...:-)) fanden wir ihn und fuhren mit Cars und den anderen Teams nach Perugia in die Schokoladenfabrik, die die bekannten Baci herstellt. Wir lernten viele andere kennen und die Argentinier wollten schon unsere T-shirts. Nach der Besichtigung fuhren wir mit dem Car zurück und kamen nach einigen Umwegen beim Festzelt an. Beim Mittagessen, wo wir uns auch wieder in Schlangestehen übten, stellte Irene fest, was mit kaputter Schokolade in der Hitze passiert: Unser ganzes Zimmer erinnert uns an den Ausflug.
Der Umzug durch die Stadt war einzigartig. Sehr viele Leute standen am Strassenrand und winkten und fotografierten.
Wenn es einen Preis gäbe für das meist fotografierte Team, wir würden ihn gewinnen!
Da wir während der opening ceremony feststellten, dass Slowenien keine Supporter dabei haben, entschlossen wir uns spontan dazu der Fanclub des Slowenischen Teams zu sein :-)

Samstag, 17. Juni 2006
07 Uhr: Frühstück
08 Uhr: Beginn des Wettkampfes
20.30 Uhr: Abendessen und Rangverkündigung

Nach frühem Aufstehen erreichten wir um 7.30 Assisi. Eigentlich sollte um 8 Uhr der Wettkampf starten, aber es war warten angesagt. Erst um ca. 9 Uhr durften die Ustermer starten, mit 2 Pausen, bzw. Warteposten. Dann galt es ernst. Hier sind die 10 Arbeitsposten:
1. Posten: epileptischer Anfall, Insektenstich, Hitzschlag und ein gestörtes Verhalten (diese Patientin fiel aber aus unbekannten Gründen aus)
2. Posten: Velounfall mit einem Herzinfarkt, einer ausgerenkten Schulter, einer Beinverletzung und einer Unterzuckerung
3. Posten: Fingeramputation, Herzinfarkt, Panik und ein verschluckter Fremdkörper (choking)
4. Posten: Unfall auf einer Baustelle mit einem Arbeiter, der ausser sich ist, einer Patientin mit einem Fremdkörper im Bein, einer Patientin mit einer Wirbelsäulenverletzung und einer Person mit einer Gesichtsverletzung.
5. Posten: CPR an Erwachsenen, Kindern und Babys. Die Judges hatten ein einsehen und so mussten alle nur ca. 3 Minuten CPR machen!
6. Posten: Diverse Verbrennungen und eine betrunkene Person warteten auf die Ersthelfer. Sie konnten alle kompetent versorgt werden.
7. Posten: Ein Innenposten an einem Kongress. Die Patienten litten an einem gebrochenen Handgelenk, an Nasenbluten, an einem Asthmaanfall und einer Krankheit, Lipothymie, die wir bis heute nicht kennen.
8. Posten: Der obligate Autounfall mit einem Patienten mit einer Brustverletzung, einer Patientin mit einem gebrochenen Arm und einer mit einem Schienbeinbruch und einer Hirnerschütterung. Leider war sie die ganze Zeit bewusstlos. Zusätzlich hatte es noch eine Patientin mit einer Panik, die aber gut vom Unfall weggehalten werden konnte.
9. Posten: Einige Skater bauten auf der Piazza Santa Chiara einen Unfall. Einer hatte eine Nasenwunde und Verletzungen an den Händen, ein zweiter hatte sich das Schlüsselbein und ein dritter das Becken gebrochen. Zusätzlich sass am Rand eine Patientin, die einen Hirnschlag erlitten hatte.
10. Posten: Der letzte Posten des Tages war für die Supporter und den Fotografen nicht einsehbar, da die Platzverhältnisse sehr eng waren. Hier sind nun die letzten Verletzungen, die an diesem Tag behandelt werden mussten: CPR an einem Baby und an einem Kleinkind, ein verstauchtes Fussgelenk und eine Ohnmacht.
An den Plauschposten stellte sich jede Region Italiens mit einem Essensstand und Prospekten vor. Es gab Käse, Fleisch, Grissini, Äpfel, Getränke und weiteres mehr zu degustieren. Auch die Supporter durften an diesen Posten teilnehmen :-) An den Warteposten hatte das Team Zeit, sein Material zu retablieren, so dass sie wieder fit waren für den nächsten Posten.

Nach dem Wettkampf war das Team fix und fertig. Alle Teammember hatten eine super Leistung erbracht. Die Posten waren anspruchsvoll und die Temperatur in Assisi sehr heiss. Nun folgte eine kleine Ruhepause und dann die Rangverkündigung im Festgelände.


Die Siegerehrung begann mit dem Fussballspiel, da Italien spielte. Der Lärmpegel war sehr hoch, vor allem nach dem ersten Goal der Italiener. Die Veranstalter unterbrachen jedoch die Fussballübertragung und die Siegerehrung konnte beginnen. Leider war das Mikrofon sehr schlecht eingestellt, so dass am Schluss unklar war, wer überhaupt gewonnen hatte. Es stellte sich aber dann doch heraus, dass Serbien vor Irland gewonnen hatte.
Anschliessend an die Siegerehrung ging das Tauschen los. Jede Mannschaft tauscht mit jeder Dinge aus, seien das T-shirts, Gürtel, Socken, Give-aways vom jeweiligen Roten Kreuz etc. Unsere Mannschaft hatte noch einige Swiss-Team-T-shirts, die reissenden Absatz fanden. Zudem verteilten sie im grossen Stil Pflästerli mit dem Schweizer Kreuz und Schlüsselanhänger mit dem Rotkreuz-Signet.

Sonntag, 18. Juni 2006
Rückreise in die Schweiz.
Ungefähre Ankunft in Uster um 20.30 Uhr.


Die Rückreise begann morgens um 7 Uhr. Wir mussten zuerst das Team in Assisi und dann noch Dani abholen. Dann ging die Fahrt los. In Italien kamen wir ganz gut vorwärts und um ca. 16 Uhr waren wir im Tessin. Dort hörten wir, dass es am San Bernardino ca. 15 Kilometer Stau hatte. Unsere Chauffeure beschlossen dann über den Susten und Brünig nach Zürich zu fahren. Die Supporter aus Luzern und Olten gingen mit einem anderen Bus zurück und die Moulener reisten mit dem Zug ins St. Gallerland. Wir führen also über 2 Pässe und dann über den Hirzel um Corina in Rapperswil und Dani in Wetzikon abzusetzen. Um etwa 23 Uhr erreichten wir nach einem langen Tag endlich Uster. Die Nerven lagen blank und alle waren froh zuhause zu sein.
Trotz dem 21. Rang waren wir ziemlich zufrieden. Die Punkteabstände sind relativ eng. Wir hatten 2127 Punkte, die Sieger 2842. Mit etwa 200 Punkten mehr, wären wir unter den besten 15 gewesen.
Wir haben eine FACE miterlebt und viel gesehen. Der Aufwand hat sich gelohnt.